»Die Töchter können ihren Brüdern nicht raten, wie geistige Freiheit zu schützen ist,
sie müssen allererst lernen, ihre eigene Sprache so zu lesen und zu schreiben,
dass sie durch ihren Sprachgebrauch jene recht abstrakten Göttinnen selbst schützen können.«
Virginia Woolf: Die drei Guineen

 

Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus
Band 1
Abtreibung bis Hexe
Herausgegeben und eingeleitet von Frigga Haug
im Auftrag des Institut für Kritische Theorie
ISBN 978-3-88619-295-3· 400 Seiten · 23 EUR
Details

Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus
Band 2
Hierarchie/Antihierarchie bis Köchin
Herausgegeben und eingeleitet von Frigga Haug
im Auftrag des Institut für Kritische Theorie
ISBN 978-3-86754-311-8 · 360 Seiten · 23 EUR
Details

 

 

»Schlagt nach im Historisch-kritischen Wörterbuch des Feminismus, denn ›jenseits von Emma‹ dachten und agierten die Feministinnen über Themen und Aufgaben jenseits des Mainstream. Fragt nach!« Halina Bendkowski, Berlin

»Begriffsgeschichte als dialektische Verschränkung von Terminologie und Problemgeschichte erscheint mir als großartige Möglichkeit, uns klar zu machen, warum wir Frauen ständig und ungewollt daran mitwirken, diese bedrohliche, krisenhafte, paternalistisch strukturierte Welt zu reproduzieren Ursula Apitzsch, Frankfurt/M

»Dieses großartige Wörterbuch ist für Seminare in Politik, Soziologie, Philosophie u.a. unentbehrlich!« Sandra Harding, Los Angeles

»Hier wird ungemein brauchbares Material zusammengetragen. Das Wörterbuch erfüllt zwei Funktionen: Zum einen hilft es dem historischen Gedächtnis auf die Sprünge, zum andern ist es ein aktuelles Arbeitsinstrument zu vielen Problemen. Die Stichworte sind weit gefasst. Die grundsätzlicheren reichen von Feminismus über feministische Ethik zu feministischer Theologie und von Frauenarbeit über Frauenfrage zu Frauensprache. Dazu kommen ungewohntere wie freie Liebe, Göttin oder Hexe. Überall aber verbindet sich intime Kenntnis mit praktikabler Absicht.«
Neue Zürcher Zeitung

»Erfreulich, dass viele Begriffe die ökonomischen Aspekte zentral behandeln, es finden sich z. B. Hausfrauisierung, Feminisierung der Arbeit und Heimarbeit. Neben der Rückkopplung an die kapitalistische Entwicklung wird Geschichte als Kampf und Widerstand gegen Herrschaft und Bestehendes erzählt. Das Wörterbuch bietet Einführung in die Geschichte feministischer Diskussionen, Auseinandersetzung mit spezielleren Themen, Vertiefungsmöglichkeiten durch Bibliographien und Verweise auf verwandte Themen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar – würden hier Punkte, Sterne oder Daumen vergeben, erhielte das Historisch-kritische Wörterbuch des Feminismus die volle Punktzahl. Lesen und Verstehen!« Phase 2

»Wertvolle Handreichung für das kritische Engagement in Geschlechterfragen … Zeigt an, dass eine zentrale, im Stichwort ›Geschlechterverhältnisse‹ nachzulesende Erkenntnis nach wie vor auch für die marxistische Forschung mehr Postulat als Zustandsbeschreibung ist: ›Kein Bereich kann sinnvoll untersucht werden, ohne die Weise, wie Geschlechterverhältnisse formen und geformt werden, mit zu erforschen.‹« Graswurzelrevolution

Wozu brauchen wir ein Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus?

Als historisch-kritisches Lexikon des Feminismus, das aufarbeitet, was historisch gefordert war und warum; das nachzeichnet, welche theoretischen und praktischen Kämpfe gefochten wurden und werden; das Frauen in die Geschichte von Theorie und politischer Praxis einschreibt; das gegen bestimmte Entwicklungen antritt, sich engagiert. In handlicher Form, in einem einzigen Band kann man sich sachkundig machen über die Geschichte der Bewegung, die der Frauenarbeit, der Frauenpolitik, feministischer Theorien, praktischer Fragen wie Frauenhäuser, Abtreibung, Bevölkerungspolitik, über die Karriere des Begriffs Geschlecht, über Geschlechterverhältnisse historisch und aktuell, über Frauenarmut, Hausarbeitsdebatte, über häusliche Produktionsweise bis hin zu aktuellen und neuartigen begriffspolitischen Interventionen wie Gender-Mainstreaming usw.

International bekannte Theoretikerinnen haben feministische Literatur aufgearbeitet, die Kämpfe der Bewegungen, das Schweigen der Offizialliteratur notiert und so nicht nur feministisches Befreiungswissen dem unweigerlichen Vergessen entrissen; sie haben auch eine Arbeit geleistet, die für Studium, Bildungsarbeit, Frauenpolitik unersetzbar ist.

NEU – Vorwort zu Band 2:

Wenn man unter Google Frigga Haug aufrief, bekam man seit sieben Jahren an fünfter Stelle hartnäckig den gleichen Eintrag: »Etikettenschwindel – Frigga Haug hat kein historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus herausgegeben«. Der Eintrag gilt als Literaturkritik, geschrieben von Rolf Löchel. Als ich ihn zum ersten Mal las, traf mich der Vorwurf wie eine Ohrfeige. Natürlich war das Wörterbuch von mir zusammengestellt und einzelne Artikel aus dem großen, von mir mit herausgegebenen Historisch-kritischen Wörterbuch des Marxismus entsprechend gekürzt und ergänzt, und bei den direkt feministischen hatte ich nicht nur die Stichworte besorgt und mit den Autorinnen bearbeitet, ich hatte darüber hinaus einen großen Teil selbst geschrieben. Wütend las ich dennoch weiter, arbeitete mich durch die vielen aufgeführten Lücken, was alles im Wörterbuch fehle – verwarf bis auf weniges das meiste als unangemessen –, um schließlich bei einer äußerst beckmesserischen Kritik an den einzelnen Stichworten zu landen, die allesamt (bis auf drei) als mangelhaft wie schlechte Schularbeiten verworfen wurden. Der Generalverdacht schien mir: Es sind vorwiegend sozialistische Feministinnen als Autorinnen gewonnen und so leiden die Quellen unter der gleichen Einseitigkeit. Es war dies die einzige negative Rezension, die das Wörterbuch bekam. Alle anderen und die vielen Einzelmeldungen drängten auf Fortsetzung, schrieben wieder und wieder, wann endlich der zweite Band käme. So legte ich diesen Stein, der anstößig gewirkt hatte, beiseite, um ihn zu vergessen. Aber er blieb dort, wo er landete, einfach liegen. Sieben lange Jahre.
Jetzt, da ich endlich den zweiten Band zusammengestellt habe, erfahre ich zwei Überraschungen. Genau im April, da Band 2 gesetzt werden sollte, rutscht die Eintragung mit dem Etikettenschwindel über Nacht auf Platz 27, was im Internet so viel bedeutet wie: Er verlief sich ins Nebensächliche. Ich nehme ihn mir ein letztes Mal vor und lese verwundert, dass mir der Hauptvorwurf des Autors in meiner Empörung über den unterstellten »Etikettenschwindel« entgangen war. Wohl hatte ich vor sieben Jahren erkannt, dass dem Autor ein eigenes feministisches Wörterbuch vorschwebte, dem gegenüber das unsrige wie ein bloßer Fehler wirkte; aber ich hatte überlesen, dass er die Hauptsache, nämlich ein marxistisch-feministisches Wörterbuch zusammenzustellen, für ein von Grund auf falsches Unternehmen hielt. So heißt es gleich eingangs: »›Dieses Wörterbuch versammelt die für praktizierende Feministinnen in Wissenschaft und Politik relevanten Einträge aus den ersten sechs (von 15 geplanten) Bänden des großen Historisch-kritischen Wörterbuchs des Marxismus (HKWM)‹, lautet der erste Satz in einem Lexikon, das als Historisch-kritisches Wörterbuch des Feminismus firmiert und dessen erster Band nun von Frigga Haug herausgegeben wurde. Man möchte das Buch nun sogleich wieder schließen und zur Seite legen. Nicht etwa, weil Einträge eines Wörterbuchs des Marxismus per se uninteressant wären, sondern weil Feminismus kein Teilgebiet des Marxismus ist und sich somit ein Wörterbuch des Feminismus – zumal ein historisch-kritisches – nicht in Auszügen aus einem Wörterbuch des Marxismus erschöpfen kann.«
Dies also war des Pudels Kern. Negativ beantwortet ist damit die zentrale Frage: Kann man den Marxismus für den Feminismus fruchtbar machen und umbauen? Können Feministinnen von Marx lernen?, und umgekehrt: Kann Marxismus durch feministische Bearbeitung lebendiger, umfassender, allgemeiner werden? Gibt es eine spezifisch marxistische Herangehensweise an die Wirklichkeit, die vom feministischen Standpunkt aus betrachtet eine andere Wahrheit ans Tageslicht bringen kann? Es ist dies die Frage, die mich seit Jahrzehnten beschäftigt, an die der Autor die Axt legt. Was ich als Inbesitznahme begreife, hält er für eine dilettantische Unterwerfung. Wo viel beansprucht wird, sieht er Preisgabe. Stück um Stück und mit sehr viel Gegenwind arbeite ich an einer feministischen Landnahme im von Marx und Nachfolgern kultivierten Feld. Im Stichwort Geschlechterverhältnisse wird dies am evidentesten, da hier im tradierten Marxismus Gewohntes durch eine andere Besetzung verschoben wird und es auf diese Weise gelingt, den Herrschaftsknoten, in dem die Geschlechterverhältnisse ein gewichtiges Stück sind, zu entwirren und so für die Befreiungskämpfe weitere und andere Strategien zu gewinnen.
Es ist das gute Recht des Autors, sich einem umfassenden Befreiungsprojekt nicht eingliedern zu wollen. Umgekehrt ist es das meine, hier Stück um Stück an der Bewohnbarkeit des Gebäudes zu arbeiten. Innerhalb des tradierten und in der erneuten Aneignung sich immer weiter entwickelnden Marxismus ist dies erst ein Anfang. Das Projekt wird seiner Anlage nach niemals abgeschlossen werden. Zudem fehlen Mitarbeiterinnen. Aber langsam gewinnen wir aus dem Vergessenen und Übersehenen Land. Die Unvollkommenheit des Ganzen, die der Autor zu Recht bemerkt, ist auch seiner Anfänglichkeit geschuldet. Aber sicher ist schon jetzt, dass das Wörterbuch nicht in der vom Autor angemahnten Vollständigkeit wie ein Frauen-Brockhaus weitergeführt wird. Er schreibt: »… weil man es nicht anders denn als Etikettenschwindel bezeichnen kann, wenn ein Nachschlagewerk als Wörterbuch des Feminismus auftritt, aber nichts weiter bietet als Auszüge eines Wörterbuches des Marxismus, sei hier nachdrücklich das Metzler Lexikon Gender Studies/Geschlechterforschung … zur Konsultation empfohlen, mit dem feministische Wissenschaftler und gender-theoretisch orientierte Forscher ebenso wie auch Aktivistinnen der Frauenbewegung allemal besser bedient sind.«
Unser historisch-kritisches Wörterbuch arbeitet am Befreiungswissen. Es sucht zu bergen, was schon geleistet wurde, und – wo möglich – weiter zu schürfen in diesem Bergwerk einer nicht gehobenen Geschichte der Frauen und eines Wissens vom feministischen Standpunkt.
Bei der Erarbeitung der einzelnen Stichworte im großen Wörterbuch stellen wir immer weiter fest, dass es in den vier Jahrzehnten feministischer Forschung nicht sehr viele Bemühungen gab, in marxistisch-feministischer Weise Neues zu gewinnen, und dass es erst sehr langsam gelingt, den Blick männlicher Marxisten auf die Frage der Geschlechterverhältnisse zu weiten. »Kein Bereich kann sinnvoll untersucht werden, ohne die Weise, wie Geschlechterverhältnisse formen und geformt werden, mit zu erforschen«, hatte ich im entsprechenden Stichwort Geschlechterverhältnisse verkündet. Es wären dafür eigene Institute mit einem größeren Stab von marxistisch arbeitenden Feministinnen nötig. In Ermangelung von Unterstützung arbeiten wir unzulänglich weiter. Setzen Stein auf Stein und fordern zur Mitarbeit auf.
Der vorliegende Band dokumentiert eine weitere Wegstrecke bergauf. Während es auf der einen Seite wieder gelungen ist, einige neue Bereiche feministisch-marxistisch zu erschließen (wie Köchin, Kindesmissbrauch) und einige historisch wichtige Daten aufzuheben (wie Internationaler Frauentag, Kinderläden), ist es inzwischen auch bei einer Reihe von allgemeineren Themen so, dass Geschlechterverhältnisse tatsächlich mit erarbeitet werden. Die Frage, ob nun alle jene Artikel, die Geschlechterfragen überhaupt einschließen, ins feministische Wörterbuch aufgenommen werden sollen oder ob nur ein Auszug gewählt wird, der die Zunahme feministischen Wissens zeigt, haben wir unterschiedlich gehandhabt. Mal liest man ein ganzes Stichwort, weil in ihm für Geschlechterfragen an irgendeiner Stelle Relevantes aufgehoben ist (wie Hightech-Industrie, internationale Arbeitsteilung), mal gibt es nur einen Auszug (etwa bei Ideologietheorie, Hoffnungslosigkeit), mal sind Grundlagen auch feministischer Diskussionen vorgestellt (wie historisch-kritisch), mal Diskussionen vorgeführt, die auch im Feminismus eine Rolle spielen (wie immaterielle Arbeit, Institution), oder es wird mit wesentlichen Zuspitzungen begonnen, die zur Weiterarbeit auffordern (wie Intellektuellenfeindschaft oder Interesse).
Eine große, aber auch ganz symptomatische Herausforderung stellt das Stichwort Kemalismus dar. Hier wird historisch sorgfältig geforscht und auf vielen Seiten herausgearbeitet, wie widersprüchlich diese Form ist. Sobald man sich darauf einlässt, ist es interessant und belesen. Aber es eignet sich durchaus nicht für ein feministisches Wörterbuch, da offenbar diese gesamte Regierungsform ohne Frauen auskam. Doch dann plötzlich, an drei verschiedenen Stellen, tauchen Frauen unverhofft auf, Widersprüche und Aufklärung, Unterdrückung und der Eintritt in die Moderne kündigen sich an, die wir unbedingt im Wörterbuch dokumentieren wollen. Aber auch diese Passagen, so isoliert sie erscheinen, wären unverständlich, wenn sie aus dem Gesamtkontext gelöst würden. So nehmen wir solche Stichworte als Beleg, dass sehr allmählich Fragen nach den Geschlechterverhältnissen in linke Wissenschaft Eingang finden, und zugleich, dass es weiter nicht allgemein gelingen will, die Bedeutung der Geschlechterverhältnisse im historischen Prozess als selbstverständliche Frage beim Forschen einzuschließen.
Der Forschungsprozess geht langsam und bruchstückhaft voran. Bei einigen Artikeln kann man die Mühe des Neuanfangs sehr deutlich spüren und zugleich mit der Freude über diesen Anfang des Begreifens den Mangel erkennen, so etwa bei internationale politische Ökonomie. Wo immer man beim Lesen darauf stößt, dass es besser wäre, das ganze Stichwort zu haben, kann man dieses inzwischen aus dem Netz herunterladen und, durch die feministischen Ausschnitte neugierig geworden, das Ganze nachlesen.
Wir hoffen, dass eine solche nicht systematische Vorgehensweise immer weniger notwendig sein wird, weil die kommenden Stichworte zunehmend universeller, das heißt unter Einschluss der Geschlechterverhältnisse erarbeitet werden. Freilich würde dies, sobald es vollkommen gelänge, ein eigenes marxistisch-feministisches Wörterbuch überflüssig machen. Insofern ist das Projekt selbst, das große Historisch-kritische Wörterbuch mehr Frauen zugänglich zu machen, die sich an ein solches, vorwiegend mit männlich-tradiertem Blick sich der Geschichte annehmendes Werk nicht so leicht herantrauen, selbst ein Projekt des Übergangs. Es wird auch darum gehen, dass viele sich daranmachen, die Stichworte auch zu feministischen und also erst wirklich allgemeinen zu machen. Bis jetzt wird in weiten Bereichen, in denen der feministische Blick unabweisbar gewesen wäre – so unter vielen anderen Hollywood oder Knechtschaft, Kommunikation oder gar internationalistische Bewegungen –, ganz so verfahren, als gäbe es den Menschen eingeschlechtlich und daher bloß männlich. Wir können jetzt Zusatzartikel zu den schon veröffentlichten erweiternd ins Internet stellen.
Inzwischen hat sich eine feministische Sektion des Instituts für Kritische Theorie (InkriT) gebildet, die sich vorgenommen hat, die Arbeit am Wörterbuch insgesamt mit feministischen Augen zu begleiten. Sie suchen Autorinnen, schlagen weitere Stichwörter vor, votieren bereits geschriebene, mischen sich ein. Zurzeit sind es 14 Frauen, die dieser Sektion angehören. Wer sich informieren und mitmachen will, gehe ins Netz: www.inkrit.de – feministische Sektion.
Frigga Haug, Los Quemados im August 2011

 

International Voices · Internationale Stimmen:

Sandra Harding (Los Angeles):
This is a splendid enterprise. The essays make available the thinking of influential scholars on the history and present positions, projects, and controversies in feminist thought that has been shaped by marxian insights. This collection will be a welcome addition to courses in politics, government, sociology, philosophy, and many other areas of study.
(Graduate School of Education and Information Studies,University of California)

Graciela Hierro (Mexico):
1) There is not one feminism but many. It concerns all women and many men interested or frightened by women‘s empowerment.
2) Substitute feminism for gender is not possible. Feminism is a political movement, gender is the theoretical arm of feminism.
3) The young questioners of feminism may not be interested, but there are many of us academic feminist, theoretical, also political who are interested. Feminism is an academical issue. Think globally: your country may be ahead in many issues, mine/ours is not. A historical critical dictionary of feminism is extremely useful for feminists and pre-feminists – especially the way you present it: easy to read and handle.

Sarah Schulman (New York):
Feminism, like peace and justice, is a great idea with no contemporary context. In order for something to come true, it must first be imagined. Despite the narrow range of ideas permissable in this historic moment, those of us who take the long few hold on to a vision of full participation and representation for all women. Therefore, any project that imagines feminism and describes it, ultimately creates demand for it. Thanks to the editors of this dictionary for contributing to this imagining, and the subsequent realization that awaits us.

Margrit Eichler (Toronto):
Das Unternehmen, ein Wörterbuch des Feminismus herauszugeben, ist so schwierig wie wichtig. Der Begriff des Feminismus war und ist umstritten – um so wichtiger ist ein historisch-kritischer Ansatz, der in systematischer Weise versucht, als Wegweiser zu dienen. Ein unentbehrlichen Beitrag zu unserem Selbstverständnis!

Janna Thompson (Melbourne):
Where are we? Where are we going? – There is no women‘s movement and social pundits say that feminism has had its day. But there is an informal network of activist women in many countries who are prepared to join campaigns to defend abortion rights or to bring to public attention the plight of women in war or under oppressive regimes. There are feminists, whether they call themselves that or not, who are doing their best to change the culture of their workplace; women who are engaged in political struggles of one kind or another. The influence of feminism is evident in laws which ban gender and other forms of discrimination, in the courses of many university departments, in the operation of government bureaucracies and the anti-sexual harassment policies which employers have been forced to adopt. Added to this are all the women whose lives and opportunities have been changed by the upheaval in gender relations in Western countries, of which feminism was both cause and symptom. Looking back on the changes in attitude and opportunities that have occurred in its wake, feminism has to be regarded as one of the most successful social movements of our times. But those of us who joined the women‘s movement with high hopes for revolutionary social change can‘t help regarding the present situation as a disappointment. Feminism hasn‘t challenged capitalism, or brought about revolutionary changes in the public sphere, and in many respects it has not made women‘s lives easier.
Neither self-congratulation nor despair is appropriate or useful for those who in defiance of current fashion continue to identify themselves as feminist. What we need is a critical reassessment of feminism, its history, ideas, accomplishments and failures. I think that the proposed historical critical dictionary of feminism would be a great contribution to this reassessment. Most academic presentations of feminism are content to describe the different forms that feminism has taken – for example liberal feminism, radical feminism, socialist feminism etc. The dictionary would present these, and other, ideas in their social and historical context and document how they changed in response to circumstances and struggles. This idea of feminism as something undergoing change and responding in a creative way to ideas and political conflict is what is needed by those of us who do not want to write an obituary for feminism but to see it as a theory and practice that retains the potential to change the world.

Rosemary Hennessy (Albany)
As the work of feminists continues into the new millennium, the need for critical concepts is more crucial than ever. Critical concepts interrupt commonsense ideas in order to make visible the history that has made them possible--the relations of labor and power, the forces of state and culture that shape the organization of people‘s lives. Critical concepts are fundamental to advancing the organized collective work of building alternative social relations. Out of the intersection of marxism and feminism over the past century has emerged an archive of knowledge crucial to that aim. In compiling The Historical Critical Dictionary of Feminism Frigga Haug is offering those engaged in the production of knowledge for social action and transformation an invaluable, accessible path into the legacy of this tradition. Comprised of entries by contemporary marxist, socialist, and materialist feminists from across the international community on issues ranging from Abortion to Witches, this compendium of feminist critical thought will be read and used across the many fields and social sectors where people are setting out to challenge existing social relations: from university based scholarship to community and grassroots work.
Like The Historical Critical Dictionary of Marxism from which the entries were selected, this is a rare and extraordinary gem of a book. As both a resource and an intervention into current feminist thought, it will provoke debate and advance the efforts of many groups and individuals engaged in the struggle to re-narrate WHAT IS in order to bring forward WHAT CAN BE.

Elisabeth Schüssler Fiorenza (Harvard)
This new project of a Historical Critical Dictionary to Feminism is timely and badly needed. I am quite excited about it not only because it will help the next generation of feminist scholars to get to know their intellectual history and to comprehend how much work has been and still needs to be done. I also recommend it highly because unlike other feminist dictionaries it takes religion and feminist theology seriously as a major arena of feminist struggles for change and transformation. Hence, I hope that it will become a standard work in critical emancipatory studies and will find a worldwide readership.

Ursula Huws (London):
What a monumental task you have taken on! Here are some of my thought on the use of the term ›feminism‹: It seems to me that the word is, first and foremost, a political one. To confuse ›feminism‹ with the idea of a single academic discipline is to make as serious an error as to confuse the term ›socialism‹ with ›sociology‹. Feminism can best be seen as a movement (or several movements) of women designed to bring about their liberation. These have sometimes been allied to other political movements (e.g. movements for national liberation, for political enfranchisement, for syndical socialism, for environmentalism etc.) but are not necessarily so.
In attempting to provide some political legitimacy for these movements and/or to understand the basis of their continuing oppression as women, feminists have carried out a vast amount of theoretical and empirical work. However it is a mistake to think that these add up to a single, coherent body of ›feminist theory‹.
To take only the Anglo-Saxon work with which I am most familiar, we can see that the concepts developed to try to explain women‘s oppression have arisen within a variety of different theoretical perspectives, which are not easily rendered compatible. For instance the concept of ›patriarchy‹ was developed by anthropologists, that of ›sexism‹ within the context of literary studies, that of ›male chauvinism‹ within psychology. Other theoretical work was grounded in the theories of political science (e.g. analyses of power) economics (eg analyses of the relationship between production and reproduction) and theology (e.g. Mary Daley‘s work on ›gyn/ecology‹). Important theoretical inputs also came from French feminists, grounded in structuralist or post-structuralist philosophy and psychiatric theory. Scandinavian feminists contributed theoretical insights, such as the concept of a societal ›gender contract‹, rooted in the classic sociological theory of Weber.
The importance now given to these academic ›feminisms‹ (which I would prefer to see as feminist insights into a range of different bodies of social and economic theory) seems to me to be a direct reflection of the retreat from direct political engagement in the last quarter of the 20th century. It doesn‘t much matter whether you call them ›gender studies‹, ›women‘s studies‹, ›men‘s studies‹, ›queer studies‹, ›equality studies‹ or anything else.
Feminism will be reborn when there is once more a generation of women who are made angry enough by their oppression to take political action to demand their liberation. Until then, it is imperative that the work of their predecessors is properly documented so that when that time comes they can build on what went before and avoid a fruitless relearning of old lessons.
This dictionary therefore serves two purposes: the historical one of preserving and making accessible the rich results of the intellectual flowering of second wave feminism; and the political one of providing the third wave with the inspiration and resources which will enable it to move forward.

María José Aubet (Barcelona):
I think that it is important to resituate the concept and reality of »Feminism« within its chronological context, thus recalling that it refers, in a global sense and above its different inner tendencies, to a sociopolitical critical movement, typically reformist, of midle-class, in post II World War western societies (from the sixties to the eighties) claming mainly a) a »normalisation« of their social, economical and political status in society, and b) concrete rights related to female sexuality, like contraception, abortion and control over own‘s body (in Catholic countries, like Spain, Italy and Portugal, also right to divorce). The basic message of that feminist movements was »From women to ALL women«, that is, rather eclectical, will little conventional class component (with some exceptions, thank god!).
I believe that it was and has been a necessary movement at that time, able to change important cultural references and gain visibility and voice, not only in the Western North, but also in the Western South (Spain, Italy) and the South (especially in some African communities). But in spite of some very interesting analitical and practical efforts, it was NOT a revolutionary movement nor a revolutionary theory capable of putting the whole System upside down. In fact, it has been very easily and very soon »recovered« and instrumentalised by the System itself, and incorporated into mainstreaming politics (local, national and European level). Indeed, within the last 20 years, a whole set of specific jargon has appeared in the West issued either by main political institutions and leaders (European Commission, national parliaments and ministries) or by women themselves, through their work in »Women‘s Studies« departments or Institutes at all levels, thus contributing to instituionalise »women‘s issues« and »feminism«. Concepts like mainstreaming, reproductive health, gender relations, domestic labour, parity and equal opportunities have thus conditioned women‘s politis and women‘s policies from above, and contributed to the institutionalisation of the movement, since this jargon, and its implementation, have helped to silence grass-root women‘s groups, co-opt women leaders, and present these so called women‘s policies as if they were real instruments to change women‘s lifes.
The motto of »Equal opportunities«, for instance, is a very old liberal slogan meant to avoid discussing and thinking »real equality« of social and economic democracy, since »Equal opportunities«, like parity, of mainstreaming, is nothin concrete and solid to build upon, but a very elastic and ambiguous abstract notion that leaves structural inequalities unchanged.
The obvious question would be today: Are we women, as such, capable of subvert substantially and overthrow global neoliberal economic conditions and structures? The answer, my answer, is NO. Because to overcome present structures a new »class« analysis is needed. And Feminism, and its interclassist discourse »From women to -ALL- women« is not an issue. I think that in spite of the important changes and personal development enhanced by past feminism among many women, we, as antiliberal and anticapitalist women, still lack the necessary strenght and theoretical bagage to produce and impose a deep structural change in social and gender relations. It is my personal view, of course, and I am sure that many women scholars will be in disagreement with me. But I understand that the answer is NO because, up to now, we women haven‘t been able to enhance or create a strong movement capable of interlocking together All the fragmentary and scattered critical analysis (pacifist, ecological, economic, political, educational, international, global).
Our task cannot be the same as in the 60s and 70s. Today it is not enough to change some laws, be present in parliaments o claim for sexual and personal rights. The challenge is much greater and global, and has become again a question of new »class struggle«. Today it is obvious that more and more women are active in conservative and extreme-right movements, and these women use vague notions and particular interpretations of »feminism« to promote themselves and their own careers, or to climb socially and politically to finally implement very reactionary and individualistic policies towards women (and men).
When exploitation, manipulation, control and abuse of finances and mass media, corruption, profit, and distruction of all social conquests are again the basic compoments of the new process of accumulation of Capital, feminism as we have known it is not enough. Instead of speeches from women to women, we need to address ALL THE SUBJECTS TO ALL THE EXCLUDED OF THE WORLD. In other words, we need to go back to Rosa Luxemburg, to Emma Goldman, to the texts of the Spanish anarchist women of the 30s …


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