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Gerhard Schoenberner
FAZIT Prosagedichte Literaturbibliothek Hardcover ISBN 3-88619-488-9 |
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(jederzeit widerrufbar) |
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»Knapper, dichter kann man Geschichte – erlebte, erlittene, ergründete – nicht »Es sind wunderschöne, unverschlüsselte Gedichte, die sich durch eine klare und »Ich habe seit Brecht keine Lyrik gelesen, die mir mehr bedeutet hat.« Gerhard Schoenberner (*1931), Berliner Publizist und Schriftsteller der Nachkriegsgeneration, gehört zu den Pionieren einer kritischen Reflexion der NS-Vergangenheit. Er war einer der Ersten, die Ende der fünfziger Jahre gegen viele Widerstände ernst machten mit der von Adorno geforderten Aufarbeitung der Vergangenheit. Am Anfang steht sein Buch Der gelbe Stern (FAZ: »Ein Jahrhundertbuch«), das 1960 erschien, bis heute als Standardwerk gilt und immer wieder als Quelle zitiert wird. Zeugen sagen aus, eine chronologische Montage von Augenzeugenberichten, sowie weitere Bücher und Essays, große Ausstellungen und Filme folgten. Eine 12-teilige Fernsehserie über Ideologie und Propaganda lief in allen Dritten Programmen. Schoenberner war Leiter des Deutschen Kulturzentrums in Tel Aviv, Co-Vorsitzender der »Freunde der deutschen Kinemathek in Berlin«, Gründungsdirektor der Gedenkstätte »Haus der Wannsee-Konferenz« und wissenschaftlicher Berater der »Topographie des Terrors«, Kurator großer filmhistorischer Perspektiven, Vizepräsident des westdeutschen P.E.N.-Zentrums (Writers in Prison-Beauftragter) und Gast zahlreicher ausländischer Universitäten. Er ist Träger des Leo-Eitinger-Preises der Universität Oslo und des BVK I. Klasse. Seine verschiedenen beruflichen und ehrenamtlichen Funktionen sowie vom Goethe-Institut vermittelte Vortragsreisen führten den Autor in alle Welt. Gerhard Schoenberners Prosagedichte, die er hier erstmals in einer Auswahl vorlegt, zeigen den Essayisten und Publizisten von einer anderen, sehr persönlichen Seite. In ihnen verbinden sich subjektive Lebenserfahrung und politisches Engagement, Kunst und Gewissen. NS-Zeit, Krieg und Nachkrieg sind eigene Kapitel gewidmet. Die Verhältnisse auf der südlichen Halbkugel und die neuen Verfolgungen des freien Worts werden zum Thema. Der zweite Teil des Buches schildert Begegnungen mit fremden wie vertrauten Landschaften. Schließlich ist von der Liebe, von Alter und Tod eindringlich die Rede. Elegisch und satirisch, zornig und heiter oder sachlich registrierend, spricht der Autor zu uns in wechselnden Tonlagen. Poetische Impressionen, Liebeserklärungen an Menschen und Städte, Erinnerungen an die Schrecken der Vergangenheit und nüchterne Protokolle gegenwärtiger Konflikte und Zustände stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Tag und Nacht Für Volker Braun In der Schule lernten wir Lotte in Paris, die das Kind Nicht nur empfangene Schläge werden |
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